Montag, 19. März 2012

Aufruf: BMW-Guggenheim-Lab verhindern!

Quelle:bmwlabverhindern.blogsport


Bitte diesen Aufruf unterstützen, verbreiten und veröffentlichen!

Kein „BMW-Guggenheim-Lab“ am Spreeufer in Kreuzberg!
In den nächsten Wochen soll Baubeginn sein, am 23. Mai soll es eröffnet werden: das sogenannte „BMW Guggenheim Lab“ am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg. Das sogenannte „Lab“ ist eine miese Image-Veranstaltung des konsevativen BMW-Konzerns, bedeutet für den Kiez noch weiter steigende Mieten sowie die faktische Privatisierung des Grundstückes und wurde natürlich ohne jede Beteiligung der AnwohnerInnen geplant.
Wir lehnen dieses Projekt ab und fordern BMW und Guggenheim auf, darauf zu verzichten. Wir unterstützen alle Versuche, das geplante „Lab“ im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner zu verhindern.

 (mehr…)

Samstag, 17. März 2012

Berliner Wohnungspolitik weiterhin ohne Politik-Besserung vorerst »nicht ausgeschlossen«

Quelle:jungewelt.de

"Gebaut wird vorerst nicht

Berlins SPD/CDU-Senat tritt auf die Bremse: Bis Mitte 2013 tut sich im preisgünstigen Wohnungsneubau gar nichts


 »Bauen, bauen, bauen«, lautet der Schlachtruf, der vom neuen SPD/CDU-Senat seit dem Abschluß der Koalitionsvereinbarung vor vier Monaten zu hören ist. Denn zum Scherbenhaufen, den die SPD-Linke-Koalition am Ende ihrer zehn Jahre andauernden Regierungszeit hinterlassen hat, gehört eine handfeste Versorgungslücke im Bereich preisgünstiger Wohnungen.   
 ,,,
 liegt der Wohnungsneubau seit Mitte der 1990er Jahre nahezu brach.
... 
Nun steht die neue Landesregierung aufgrund der Versäumnisse vor dem Problem, der in einzelnen Marktsegmenten bereis existierenden Wohnungsnot begegnen zu müssen. »Warum, wovon, für wen und wo?« Diese Fragen stellten sich deshalb am Mittwoch abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Stadt im Gespräch – Berlin im Wandel« in der Berliner Urania Akteure der Wohnungswirtschaft, von Mieterorganisationen, Architekten und Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
 ...
 Der Vertreter des Berliner Mietervereins, der für den Vorrang einer sozialen Wohnraumversorgung für Bedürftige plädierte, warnte: »Berlin muß sich befreien von der Last der Diskussion des alten Fördersystems, sonst kommen wir nie zu Förderprogrammen.« ...
Reiner Nagel, Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, dämpfte die Erwartungen sowohl auf dem Podium als auch im Publikum. So räumte der Senatsvertreter ein, daß sich aufgrund der ohnehin regen Bautätigkeit – allein 7500 Baugenehmigungen im Jahre 2010 – die vom Senat ins Visier genommenen 6000 Neuerstellungen pro Jahr »praktisch von selbst bauen. Allerdings, räumte er ein, im Luxussegment. Untätig wolle die Koalition aber nicht bleiben. Bauaktivitäten der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften seien »nicht ausgeschlossen«. 
 ..."

 

Donnerstag, 15. März 2012

Berliner Senat läßt sich soziale Verdrängung schönforschen

Quelle:taz.de

"Wandel in Nord-Neukölln

Gentrifizierung? Hier doch nicht

Laut einer Studie entwickelt sich der Norden Neuköllns nicht zum neuen Prenzlauer Berg. Viele Neuköllner sehen das allerdings anders.Die Gentrifizierung im Norden Neuköllns, findet Sigmar Gude, „hat noch nicht begonnen.“ Als Gude das am Montagabend vor etwa 100 Neuköllnern sagt, erntet er ungläubige Blicke und Kopfschütteln. Gude arbeitet beim Stadtforschungsinstitut Topos und hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zum ersten Mal untersucht, wie sehr die Gentrifizierung in Nordneukölln angekommen ist. Sein Fazit: Nur im Reuterkiez und an einigen Hotspots wie dem Richardplatz sei Gentrifizierung im Gange, in Nordneukölln als ganzem – dem Gebiet Neuköllns innerhalb der Ringbahn – sei sie aber nicht erkennbar. Auch künftig, so Gude, sei das nicht zu erwarten. Die Anwohner, die zur Vorstellung der Studie in die Rütli-Schule gekommen sind, empfinden das ganz anders: „Bei uns im Haus muss man 8,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zahlen“, ruft eine Frau aus dem Publikum. „Wenn das keine Gentrifizierung ist, was dann?“
...
 Die Situation sei also nicht so schlimm, findet der Forscher: „Menschen mit sehr niedrigem Einkommen werden durch Menschen mit etwas weniger niedrigem Einkommen ersetzt.“..."

Montag, 12. März 2012

BMW-Konzern der Niedriglöhne macht Stadt der Niedriglöhne zum Labor

Quelle:.indymedia

interessanter Artikel zum:

""BMW-Lab" am Spreeufer (X-Berg, Berlin)


Am Spreeufer im Herzen des Wrangelkiezes in Kreuzberg, mitten im sogenannten „MediaSpree“-Gebiet, auf einer der letzten noch unkommerziell genutzten, nicht bebauten Brachflächen (Cuvrystraße Ecke Schlesische Straße) soll ab März das sogenannte „BMW Guggenheim Lab“ aufgebaut werden, die feierliche Eröffnung mit Bürgermeister Wowereit („Steigende Mieten sind gut für Berlin“) ist für Mai geplant.


Für den Kiez bedeutet das geplante „Lab“ eine weitere Aufwertung und eine Beschleunigung der ohnehin schon rasanten Mietsteigerungs- und Verdrängungsspirale. BMW hofft auf einen fetten Image-Zugewinn, und der Grundstückseigentümer natürlich auf eine schöne Wertsteigerung seines Grundstückes, auf dem in nicht so ferner Zukunft Luxuswohnungen entstehen sollen.
 ...
Was BMW nicht erwähnt, ist allerdings, daß es auch in NewYorck Proteste gegen das BMW-Lab gab, und zwar unter der Parole „Gentrification Is Class War – Fight Back!“. Denn auch in NewYorck, ähnlich wie in Berlin, wurde das Lab ausgerechnet in einem massiv von Gentrifizierung und steigenden Mieten betroffenen Kiez aufgebaut. Und auch in NewYorck hat das „Lab“ natürlich nicht dazu bei getragen, daß die Mieten gesunken sind, sondern im Gegenteil den Mietsteigerungs- und Aufwertungstrend noch verstärkt.
...

BMW UND DIE FAMILIE QUANDT: EINE DEUTSCHE GESCHICHTE BRUTALER AUSBEUTUNG

...  Zu BMW/ Quand gibt es einen sehr lesenswerten „Zeit“-Artikel, u.a. zur direkten Zusammenarbeit mit SS und KZ-Mannschaften. 

...

Hohe Profite – niedrige Löhne. Seit langer Zeit kritisiert die die IG Metall daß kein anderes deutsches Automobil-Unternehmen schlecht bezahlte sogenannte „Leih-Arbeiter“ in so großem Umfang beschäftigt wie BMW. ..."

hier geht es zum gesamten Artikel auf :indymedia

Freitag, 9. März 2012

Berliner JobCenter kürzten im letzten Jahr bei rund 26.000 Familien die Mieten

Quelle:berlinerumschau

"Sozialsenator Czaja sieht keine Notwendigkeit für Moratorium gegen Zwangsumzüge

Der Berliner Senat hält an der umstrittenen Praxis fest, Mieten von Hartz IV-Betroffenen auf die in der Ausführungsverordnung Wohnen angegebenen Höchstsätze kürzen zu lassen. Ein Moratorium sei "nicht erforderlich", so Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Zuvor war bekannt geworden, daß die Berliner JobCenter alleine im vergangenen Jahr bei rund 26.000 Familien die Mieten gekürzt haben. Bezirkspolitiker hatten am Mittwoch einen Stopp dieser Entwicklung gefordert. Aus Sicht Czajas besteht dagegen kein Grund zum Handeln. ...

 Am Mitwoch hatten die Sozialstadträte von Mitte, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg - Stephan von Dassel, Bernd Szczepanski und Sibyll Klotz (alle Grüne) – angesichts der hohen Zahl gekürzter Hartz IV-Mieten Alarm geschlagen. Insbesondere neue Mietwohnungen mit Preisen unterhalb der AV-Grenzen ließen sich mittlerweile "an einer Hand abzählen", so von Dassel. ...


Auch nach Ansicht von Rainer Wild vom Berliner Mieterverein ist "im Grunde kein Markt mehr für diese Menschen vorhanden". ... "

Dienstag, 6. März 2012

Das mietenpolitisches Dossier (war erst der Anfang...)

Quelle: mietendossier.blogsport


Am 29.02.2012 waren gut 200 Mieter/innen im Berliner Abgeordnetenhaus.

Geladen hatte die Gruppe „mietenpolitisches Dossier“, um nachzuhaken, was in den letzten Wochen seit dem Start der rot-schwarzen Koalition in Sachen sozialer Wohnungspolitik passiert sei.
Den MieterInnen stellte sich Ephraim Gothe,  Staatssekretär für Stadtentwicklung, und die mietenpolitischen Sprecherinnen der einzelnen Fraktionen, Katrin Lompscher (Linke), Katrin Schmidberger (Grüne), Oliver Höfinghoff (Piraten) sowie Rainer Wild vom Berliner Mieterverein, Carola Handwerg (Mietrechtsanwältin), Britta Grell (Stadtsoziologin, INURA), Carsten Jung (Landesarmutskonferenz), Sebastian Jung (Sozialmieter.de).

Die Mieter/innen präsentierten ihre Problemstellungen (auch per Videoclips) und fragten nach:
hier geht es zur Pressemitteilung zum Mietenpolitischen Dialog

Samstag, 3. März 2012

Wohnungsneubau in Berlin-Die Zahlen hinter den Zahlen

Da in den letzten Wochen viel  mit Zahlen im Wohnungsbau in Berlin gespielt wird, wollen wir hier nochmal  einen Artikel der Berliner Mietergemeinschaft aus dem letzten Jahr verlinken, der Licht hinter die Zahlen bringt.

hier nur ein Zitat:

"Bei einem Bestand von knapp 1,9 Millionen Wohnungen müssten in Berlin demzufolge jährlich 19.000 Wohnungen gebaut werden, um bei gleichbleibender Einwohnerzahl und Haushaltsgröße das Verhältnis von Angebot und Nachfrage konstant zu halten.
Die tatsächlichen Bauleistungen sehen aber ganz anders aus. Seit 2003 werden im Durchschnitt nur noch 3.500 Wohnungen jährlich gebaut, davon sind ca. zwei Drittel Einfamilienhäuser und der Rest jeweils zur Hälfte Eigentumswohnungen und Wohnungen des hochpreisigen Segments.
Zum Vergleich: In München (1,2 Millionen Einwohner) wurden 2009 rund 3.800 Wohnungen gebaut und in Hamburg (1,7 Millionen Einwohner) 4.200. Durch die geringe Bauleistung wird in Berlin jährlich ein Defizit von weit über 10.000 Wohnungen produziert. Dabei bleibt die steigende Nachfrage ebenso unberücksichtigt wie die Tatsache, dass das Angebot nur auf Besserverdienende und Mittelschichten ausgerichtet ist."

hier geht es zum Artikel--)" Wohnungsnot selbst gemacht Wie die rot-rote Regierung den zunehmenden Wohnungsmangel und Mietsteigerungen herbeigeführt hat"- http://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2011/detailansicht/article/wohnungsnot-selbst-gemacht.html

Klaus Wowereits neuer Vorschlag zur Wohnungslage oder doch nur tägliche Nebelkerze?

Quelle:neues-deutschland

"Miete nach Ausblick

Wowereit fordert differenziertes Herangehen auch in einem Haus

 (dpa). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich in die Debatte um die Begrenzung steigender Mieten mit einem neuen Vorschlag eingeschaltet. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollten ihr Angebot viel stärker nach Lage und Ausstattung der Wohnungen differenziert anbieten, sagte Wowereit am Donnerstag als Gast der »Stiftung Zukunft Berlin«.

»Warum soll nicht in guter Wohnlage in den oberen Etagen mit schönem Ausblick im gleichen Haus mehr bezahlt werden als für eine dunklere Wohnung im Erdgeschoss?«, fragte der Regierungschef. »Oder warum soll im Hinterhaus genauso viel bezahlt werden wie im Vorderhaus?« So könnte auch die soziale Mischung in den Kiezen erreicht werden, die immer gefordert werde. Besserverdienende wohnten mit Leuten mit geringem Einkommen unter einem Dach.   ... "

Freitag, 2. März 2012

Wowereit-Banlieue statt Sibirien für Hartz IV EmpfängerInnen?

Quelle:berliner-kurier

"Wowereit stimmt auf harte Zeiten ein

Mieten werden in Berlin steigen

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat eine gemischte Bilanz der rund 100 Tage von Rot-Schwarz gezogen und einen Blick nach vorn gewagt. ...

Der Regierende stimmte die Berliner gleichzeitig auf härtere Zeiten ein: „Es wird sich nicht verhindern lassen, dass die Mieten steigen.“ Dann ein schnippischer Satz mit Blick auf Zwangs-Umzüge: „Bei Randbezirken wird immer so getan, als wäre es Sibirien oder irgendein Lager.“... "