Mittwoch, 16. März 2011

Wir sind Eure Nachbar_innen und wollen es auch bleiben!

Protest eines Mietshauses in Berlin-(Kreuz)Neukölln gegen Aufwertung und Verdrängung

Quelle:indymedia
"Leben auf der Straße; die Jogger_innen und sonntäglichen Spaziergänger_innen bleiben stehen um nachzufragen was denn los sei. Bis zu 150 Leute gleichzeitig stehen an einem provisorisch, aber liebevoll aufgebauten "Strassenfest", unterhalten sich, essen Kuchen, informieren sich über die Situation in dem mit Transparenten behangenem Haus und über Themen wie Mietsteigerungen durch Aufwertung sowie Vertreibung und Verdrängung und deren existenziellen Folgen für jeden einzelnen. Rund um das Haus sind Flugblätter zufinden, die den Nachbar_innen die Aktion erklären und über denSonntag hinaus, die Spaziergänger_innen undBewohner_innen/Nachbarn_innen über die akute Situation derFulda/Weichsel erreichen und sensibilisieren werden. „Solidarisches Miteinander statt soziale Kälte“ beispielsweise fordert ein Transparent von vielen am Haus Fuldastraße Ecke Weichselplatz in Berlin-Neukölln. Verstreut im Kiez hängen an einigen Fenstern und Balkonen schwarze Fahnen mit dem Aufdruck „wir bleiben alle“ unddem Strassenschild Fuldastrasse/Weichselplatz. Denn eins ist sicher,Nordneukölln oder wie es unter vorgehaltener Hand auch schon„Prenzlkölln“ oder auch „Kreuzkölln“ genannt wird, ist mittlerweile auch zum Ort der Aufwertung und der Profitgier einiger Vermieter_innen geworden.

Gerade die Lage unweit des Landwehrkanals und die Nähe zu Kreuzberg und Treptow war wohl für die neuen Eigentümer_innen eine Verlockung, um aus einem Lebensraum einen weiteren seelenlosen Gebäudekomplex für dieBesserverdiener_innen zu bauen,wo bleibt da die Neuköllner Mischung,die ja eigentlich laut Vermieter beibehalten werden soll,wenn die Mieten über 60 Prozent steigen werden ?!"

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