Freitag, 27. Mai 2011

Kundgebung: Steigende Mieten stoppen an der GSW-​Zen­tra­le!

Mon­tag, 30. Mai um 16:00 Uhr
an der GSW-​Zen­tra­le
Char­lot­ten­stra­ße 4 Ecke Ru­di-​Dutsch­ke (Kreuz­berg)

Lange Zeit galt Ber­lin als Pa­ra­dies, was nied­ri­ge Mie­ten und die Ver­füg­bar­keit von Wohn­raum auch in zen­tra­len Lagen an­ging. Diese Ära ist vor­bei: Dreis­te Makl­er­ge­büh­ren und zehn Euro pro Qua­drat­me­ter für dunk­le Ka­buffs sind keine Sel­ten­heit mehr, Men­schen mit ge­rin­gem Ein­kom­men müs­sen sich zu­neh­mend freu­en, über­haupt noch eine be­zahl­ba­re Woh­nung in­ner­halb des S-​Bahn-​Rings zu fin­den.

Im Wett­be­werb um die knap­per wer­den­den Woh­nun­gen ge­win­nen dann oft genug nur die­je­ni­gen, die ohne mit der Wim­per zu zu­cken Ein­kom­mens­nach­weis, Schu­fa-​Aus­kunft und die Miet­schul­den­frei­heits­be­schei­ni­gung vor­le­gen kön­nen und dem Ideal vie­ler Ver­mie­te­rIn­nen ent­spre­chen: “Weiße”, deut­sche Mit­tel­schichts-​Pär­chen mit ge­si­cher­tem Ein­kom­men und Kin­der­wunsch als ver­meint­li­che Sta­bi­li­täts­ga­ran­tie.
Mie­ter­hö­hun­gen … wei­ter gehts!

Als wäre die Woh­nungs­si­tua­ti­on nicht schon schlimm genug, dro­hen jetzt wei­te­re Mie­ter­hö­hun­gen: Am 30. Mai 2011 er­scheint der neue Ber­li­ner Miet­spie­gel, der die Maß­stä­be für zu­läs­si­ge Mie­ter­hö­hun­gen bei lau­fen­den Miet­ver­trä­gen setzt. Da bei der Be­rech­nung al­ler­dings nur die Mie­ten der in den letz­ten vier Jah­ren ab­ge­schlos­se­nen oder ver­än­der­ten Miet­ver­trä­ge ein­be­zo­gen wer­den, ist er fak­tisch ein Mie­ter­hö­hungs­spie­gel – denn bil­li­ge­re äl­te­re Miet­ver­trä­ge wer­den nicht mit ein­ge­rech­net und die enor­men Mietstei­ge­run­gen bei Neu­ver­mie­tun­gen wir­ken sich durch den Miet­spie­gel auch auf lau­fen­de Miet­ver­hält­nis­se di­rekt aus. Die sich ak­tu­ell immer schnel­ler dre­hen­de Spi­ra­le der Mie­ter­hö­hun­gen er­hält da­durch zu­sätz­li­chen Schub.
Wem ge­hört die Stadt?

An­statt die­ser Ent­wick­lung des Woh­nungs­mark­tes ent­ge­gen­zu­wir­ken, trägt der Ber­li­ner Senat er­heb­lich zur Mi­se­re bei. Die rot-​ro­te Re­gie­rung hat in den letz­ten Jah­ren rund 150.​000 öf­fent­li­che Woh­nun­gen pri­va­ti­siert, gleich­zei­tig aber den Bau von So­zi­al­woh­nun­gen kom­plett ein­ge­stellt.

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